Gute Fotos, schlechte Fotos

Ein Kollege und alter Freund rief mich kürzlich an – er solle einen Vortrag über gute versus schlechte Bilder halten. Ob ich ihm mit Material aushelfen könne. Ich wollte schon fragen, ob er meine Fotos so gut oder so schlecht finde … aber natürlich helfe ich gern. Mich brachte der Gedanke aber auch ins Grübeln: …

Berlin-Tipp: Salgado im Gespräch

„Genesis“, das aktuelle Projekt und Buch des brasilianisch-französischen Fotografen Sebastiao Salgado, war ein tolles Geburtstagsgeschenk anfangs des Jahres. „Das Salz der Erde“ ein vielversprechender Wenders-Film, den ich leider noch nicht sehen konnte. Am 18. April wird er bei „c/o Berlin“ im Berliner Amerikahaus vorgeführt – im Anschluss findet ein Gespräch zwischen dem Fotografen und dem Direktor …

Nicht für die Schule, für die Karriere lernen wir

© Till Erdmenger – Businessfotos

In Ihrer Kolumne „Erfolg als Fotograf“ schreibt Silke Güldner, die fotografische Ausbildung in Lehre und Studium müsse praxisorientierter und kaufmännischer werden. Zuerst erinnerte mich diese These an die Kölner Schülerin Naina, die vor kurzem darüber lästerte, zwar nichts über Steuern, Miete oder Versicherungen zu lernen, aber eine Gedichtsanalyse in 4 Sprachen schreiben zu können. Mit …

Ausstellung: Elliott Erwitt – KOLOR

Die in focus Galerie begeht im Januar 2015 ihr 25-jähriges Galeriejubiläum. In Deutschland gibt es nur wenige Galerien, die über 25 Jahre in einer kontinuierlichen Arbeit ausschließlich Fotografien präsentiert haben. In den vergangenen 25 Jahren wurden in über 140 Ausstellungen neben berühmten Fotografen wie z.B. Lucien Clergue, Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, …

… und ewig lockt das Geld. Wie man von verschenkter Arbeit nicht leben kann.

© Till Erdmenger – Businessfotos

Wer bezahlt Fotografen? Diese Frage stellt ein Tumblr-Blog und ruft Profis weltweit dazu auf, anonym über Kunden/Auftraggeber und deren Zahlungswilligkeit zu berichten. Im Grunde ein legitimer, basisdemokratischer Ansatz. Er hat allerdings einen immanenten Nachteil: Kein Profi wird hier über Kunden berichten, die außergewöhnlich hohe Preise bezahlen. Zu groß wäre die Verlockung für jeden anderen Fotografen, …

Joblog: Wegen des großen Erfolges

Beim Zirkus auf der Dorfwiese ist es ja so eine Sache – da wird gerne wegen des angeblich großen Erfolges verlängert. Bei meinem Auftrag für die Spedition Hövelmann in Rees lagen die Dinge anders. Zum einen war der Geschäftsführer verhindert, zum anderen gefielen dem Unternehmen meine Fotos so gut, dass Sie beim Magazin „Niederrhein Manager“, …

Tipp: Konferenz „Digital Imaging in Unternehmen“

Das Magazin c´t Digitale Fotografie veranstaltet im Herbst eine Konferenz-Reihe zum Thema „Digital Imaging in Unternehmen“. Dabei werden Schwerpunkte wie Farbmanagement, Bilddatenbanken, Keywording und Bildbearbeitung, aber auch rechtliche Fragen zur Bildnutzung angerissen. Nach meiner Erfahrung ein sehr wichtiger Themenkomplex für Unternehmen, die mit Bildmaterial umgehen wollen oder müssen. Vielfach sind dabei verschiedenste Personen involviert – …

Zum Glück erkennt das Gericht, wie wenig ein Urhebernachweis im Bild zu suchen hat …

Im Rückgriff auf meinen Beitrag Gericht klärt: Sichtbarer Urheberhinweis ist nötig sei an dieser Stelle die aktuelle Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Köln ergänzt: Die Möglichkeit, ein Bild losgelöst von der Website über seine ureigene URL anzuzeigen, ist eine technische Begleiterscheinung der Bild-Nutzung im Internet, keine abgabenpflichtige Zweitverwertung. Das ist nicht nur korrekt, es ist auch beruhigend, die manchmal …

Hannover Shots: Foto-Stipendium

Meine Heimat Hannover hat viel zu bieten – das hat sich kürzlich auch das Hamburger Abendblatt eingestanden. Grade im Hinblick auf Fotografie steht die niedersächsische Landeshauptstadt immer wieder im Mittelpunkt. Ein Aushängeschild ist zum Beispiel das Lumix-Festival. Nun will die HannoverStiftung mit ihrem Stipendium einen weiteren regelmäßigen Anreiz schaffen und vergibt nach 2 Jahren erneut …

Recht haben & Recht bekommen …

… sind stets zwei Paar Schuhe. Unstrittig ist, dass ein User mit dem Pseudonym „kasrin122“ seit Mai 2013 eines meiner Businessfotos unrechtmässig auf ihrem Blog verwendet. Obwohl der Klarname des Users, Karina Schüttmann aus Berlin, noch ersichtlich ist, weist der Blog kein Impressum auf. Die Dame kann auch über einschlägige Internet-Suchen nicht identifiziert werden – was …

Test: Das Fotobuch als Marketingwerkzeug für Unternehmen

Fotobücher sind im Privatbereich ein äußerst begehrtes Produkt, wie das Handelsblatt kürzlich konstatierte. Millionenfach werden jedes Jahr diese modernen Fotoalben produziert – und bewahren wenigstens einen kleinen Teil der unzähligen Digitalfotos vor den Unwägbarkeiten der digitalen Speicherung. Ich stellte mir die Frage, inwieweit ich als professioneller Fotograf Nutzen aus diesem Trend ziehen kann. Zum einen ist ein …

Bildverwaltung: Das Aperture-Beben

Die Ankündigung von Apple, die Weiterentwicklung der professionell ausgerichteten Bildverwaltung Aperture einzustellen, dürfte unter Profifotografen für einigen Aufruhr sorgen. Der Funktionsumfang aus Dateiverwaltung und Verschlagwortung in Kombination mit der RAW-Entwicklung reicht den meisten Fotografen für die tägliche Arbeit vollkommen aus. Aperture stand seit Beginn im edlen Wettstreit mit Adobes Lightroom, verlor aber zunehmend Boden gegen …

2 Ausstellungen: Folkwang lohnt doppelt

Groß denken – das darf man, wenn es um die Plakatgestaltung geht. Darum ist das Plakat ein Thema, mit dem sich Museen beschäftigen. Das Folkwang zeigt vom 28.06. bis 28.09. „Think Big“: „Intermedio (Zwischenstück): In unregelmäßigen Abständen wird das Museum Folkwang unter jeweils einem speziellen Blickwinkel Plakate aus der Sammlung präsentieren. Plakate vor allem, die …

Die Lizenz – Massanzug für Ihre Fotos

Ich verpacke heute den Holzhammer mit einem freundlichen Schleifchen: Bitte bezahlen Sie nur für genau die Nutzungsrechte, die Sie wirklich brauchen! Wer unbegrenzte Nutzungsrechte für Fotos erwirbt, die maximal 2 Monate lang auf der Website gezeigt werden, zahlt entweder blindlings zu viel oder ist an einen ahnungslosen Fotografen geraten, der von seiner Arbeit nicht leben muss. …

Wie entwickelt sich der Bildermarkt der Zukunft?

Ein anschaulicher – wenngleich etwas wehmütig und nostalgisch angehauchter – Beitrag von ProPhoto Online blickt zurück auf die Entwicklung des Bildermarktes in den vergangenen Jahren. Dabei steht vor allem der Umbruch von der analogen zur digitalen Speicherung und Verbreitung von Fotos im Vordergrund. Der hier gegebene Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Marktes für Bilder …

Ausstellung: Paparazzi! Fotografen, Stars und Künstler

Seit über 50 Jahren jagen Paparazzi die Protagonisten des „dolce Vita“, die Prominenten, Stars und Prinzessinnen. Ein hartes, teils menschenverachtendes Gewerbe, dass dem blutrünstigen Proletariat gibt, was es sehen will. Es sind oft aber auch ein Sittenbilder der jeweiligen Epoche, die dabei herauskommen. Und Anregung für die künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Phänomen. Und damit Anlass genug, …

Das Geheimnis eines starken Portraits

Gestern las ich einen interessanten Artikel über einen us-amerikanischen Fotografen, der ein großer Fan des ikonischen Steve-Jobs-Portraits vom Fotografen Albert Watson ist. Ein so großer Fan, dass er das Foto des Apple-Gründers gerne mit anderen Menschen nachstellt. Nun kann man zweifellos festhalten, dass die Aufnahme tatsächlich ein starkes Portrait ist. Reduziert und charakterstark. Eben ganz …

Ausbildung: Fotograf

Es stünden zu wenig Lehrlinge zur Verfügung, schreibt der Spiegel. Und vermeldet unter Zuhilfenahme einer attraktiven jungen Frau, dass die Ausbildung zum Fotografen hingegen ausgesprochen beliebt sei. Diese Logik muss man erst einmal verstehen. Es stehen also in besonders unbeliebten Berufen nicht genug Freiwillige bereit, eine Ausbildung anzutreten. Weil aber besonders viele junge Menschen Fotografen werden …

Wie teuer die unlizenzierte Nutzung von Fotos werden kann

Wir alle erleben es täglich im Straßenverkehr: Regeln, die man nicht versteht, werden oft missachtet. Dabei kommen wir um die Auseinandersetzung mit Regelwerken und juristischen Sachverhalten nicht umhin: Auch wer seine Steuererklärung nicht versteht, muss sie abgeben. Gemessen an baustellenfreien 80er-Zonen auf der Autobahn oder dem Steuerrecht ist das Urheberrecht und die damit verbundene Vergabe …