Wer professionelle Fotos für das Marketing eines Unternehmens braucht, sollte den Fotografen seines Vertrauens nicht nur nach dessen toller Website oder der Anzahl von Facebook-Likes auswählen, sondern muss auf viele Details achten. Welche Leistungen und zusätzlichen Services bietet er an, wie viel Erfahrung bringt er mit, kann er Sie kompetent beraten und auf Ihre Anforderungen eingehen etc. Nicht zuletzt spielt auch der Preis eine Rolle. Ob Sie den als günstig oder teuer einstufen, sei dahingestellt – viel wichtiger ist, dass das Angebot transparent und nachvollziehbar bleibt. Oft verstecken Fotografen zusätzliche Kosten für die Bildbearbeitung und die Bereitstellung der Daten oder verschleiern, ob sie von Brutto- oder Netto-Preisen reden. Nicht selten liegt das an ihrer eigenen Unsicherheit beim Kalkulieren – da werden die Preise mal nach oben angepasst, weil es doch „ein großer Kunde“ ist, der sich das leisten kann. Oder das genaue Gegenteil passiert, weil man unbedingt für diesen Kunden arbeiten möchte und auf weitere Aufträge hofft. Das alles ist Humbug!
Sie haben es verdient, dass man Klartext mit Ihnen spricht! Detaillierte Angaben im Angebot sind eine Selbstverständlichkeit, auf die Sie bestehen sollten! Auf meiner Website versuche ich, möglichst transparent und verständlich zu kommunizieren, wie sich die Kosten für Businessfotos zusammensetzen.
Ein Honorar berechne ich für meine Arbeitszeit vor Ort; dieses beinhaltet darüber hinaus auch jene Arbeit, die so ein Fotoauftrag vorher und im Nachhinein erfordert. Selbstverständlich erhalten Sie ausschließlich selektierte und nachbearbeitete Dateien – ohne zusätzliche Berechnung. Das Honorar richtet sich also nach dem von ihnen beauftragten Umfang und Aufwand bei der Produktion der Fotos. Damit Sie die Businessfotos im kommerziellen Umfeld nutzen können, müssen Sie zusätzlich eine entsprechende Lizenz erwerben. Die Kosten dieser Lizenz orientieren sich an den beiden Faktoren Nutzungsgebiet und Nutzungsdauer. Auf diese Weise kann ich Ihnen jederzeit nachvollziehbare und erklärbare Angebote machen, die sich am tatsächlichen Aufwand und der gewünschten Nutzung ausrichten, statt „aus dem Bauch heraus“ kalkuliert zu sein.
Um es so verständlich wie möglich zu machen, möchte Ich hier beispielhaft drei Kalkulationen anführen:
- Ein Kunde, selbständiger Alleinunternehmer, möchte für seine Website professionelle Businessportraits haben. Für die Produktion solcher Fotos veranschlage ich üblicherweise einen Aufwand von 1 Stunde. Als „Kleinunternehmer“ spricht der Kunde vor allem regionale Kundschaft an. Empfehlenswert ist eine mittlere Nutzungsdauer, denn der Kunde möchte nicht bereits nach einem Jahr neue Fotos produzieren lassen. Nach einigen Jahren hat sich sein Aussehen aber verändert, sodass neue Fotos angebracht sein werden. Das Portrait soll, wie eingangs erwähnt, ausschließlich auf der Website genutzt werden (weitere Verwendungen sind in der Lizenz jedoch bereits enthalten). Mein Angebot lautet wie folgt:
- Honorar (1 Stunde): 169,00 €
- Lizenz (regionale Nutzung bis 5 Jahre) – Faktor 0,9: 152,10 €
- Gesamtkosten: 321,10 €
- Ein anderer Kunde, ein weltweit agierendes Unternehmen, möchte verschiedene Businessfotos haben, die für eine Imagebroschüre benutzt werden sollen. Diese Broschüre wird deutschlandweit eingesetzt. Zudem sollen die Fotos in die unternehmensweite Datenbank eingefügt werden, sodass sie international für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden können. Diese Anforderung ist kompliziert, weil mögliche weitere Nutzungen noch nicht absehbar und damit monetär nicht kalkulierbar sind. Sollen die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt weiterhin verwendet werden, erhält der Kunde einfach eine erneuerte Lizenz mit den vereinbarten Konditionen. Außerdem profitiert er davon, daß alle gewünschten Nutzungsarten in der Lizenz enthalten sind. Da die Imagebroschüre regelmässig neu gestaltet wird, reicht zunächst eine kurze Nutzungsdauer von bis zu 1 Jahr aus. Mein Angebot lautet:
- Honorar (5 Stunden): 845,00 €
- Lizenz (internationale Nutzung für 1 Jahr) – Faktor 0,9: 760,50 €
- Gesamtkosten: 1.605,50 €
- Neue Lizenz für ein weiteres Jahr, nach Ablauf der anfänglich vereinbarten Nutzung: 760,50 €
- Ein dritter Kunde, der ebenfalls international tätig ist, möchte ganz sicher gehen, dass er die Fotos jederzeit und überall rechtssicher einsetzen kann. Die Investition in professionelle, authentische Unternehmensfotos scheut er nicht und freut sich über die Möglichkeiten, die das „Smart-Buy-Out“ bietet. Der Umfang der gewünschten Fotomotive erfordert beispielhaft einen kompletten Produktionstag. Mein Angebot lautet:
- Honorar inkl. „Smart-Buy-Out“ (1 Tag): 2.872,00 €
- die zeitlich und örtlich unbegrenzten Nutzungsrechte sind inkludiert
- Gesamtkosten: 2.872,00 €
Sie sehen, die Preisfindung für Ihre Businessfotos ist längst nicht so kompliziert, wie Sie vielleicht vermuten. Gerne unterbreite ich Ihnen ein individuelles Angebot für Ihre eigenen, erstklassigen Businessfotos! Bitte haben Sie Verständnis, dass ich dafür nach der von Ihnen intendierten Nutzung frage – diese Information ist grundlegend für ein passendes Angebot. Danke!
Anmerkung: Gemäß §19 UStG enthält der Rechnungsbetrag keine Umsatzsteuer. Diesen Beitrag habe ich im Laufe der Zeit immer wieder aktualisiert, zuletzt im Dezember 2025.


Antworten auf „Klartext: Preise für Businessfotos”.
[…] Eigentlich sollte dieses Thema abgehakt, abgeheftet und weggeräumt sein. Jedem Unternehmer ist längst klar, dass Leistungen, die er einkauft, Geld kosten. Deshalb will ich hier auch nicht von vorne beginnen – da aber vor wenigen Tagen mein Kollege Michael Omori Kirchner einen interessanten Artikel über die Preisfindung veröffentlich hat und mich gestern zusätzlich die Frage nach meiner Preisgestaltung vonseiten der Kollegin Maira Falconi erreichte, habe ich mich entschlossen, hier nochmals aus Sicht des Kunden zu ergründen, wieso Fotos so viel kosten, wie sie kosten. […]
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[…] die Frage, was Businessfotos kosten, interessiert meine Fans brennend. In diesem Artikel habe ich mal einige Beispiele […]
[…] Jahr endlich Affinity Publisher erscheint. Was mich sehr freut ist, dass in diesem Jahr mit „Klartext: Preise für Businessfotos“ und „Experten-Tipp: Kundenspezifische Nutzungsrechte für Fotos“ zwei thematisch wirklich […]
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[…] in professionelle Unternehmensfotos. Hier auf meinem Blog ist der entsprechende Artikel über den Preis von Businessfotos deshalb sehr oft gelesen […]
[…] muss Tacheles geredet werden – professionelle Fotos kosten Geld. Wie sich die Preise bei Businessfotos zusammensetzen, habe ich anschaulich erklärt – und finde […]
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