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Ausstellung: „Leica Oskar Barnack Award“ in den Reiss-Engelhorn-Museen

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Der Leica Oskar Barnack Award (LOBA) zählt zu den international renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Fotografie und blickt auf eine 45-jährige Geschichte zurück. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr setzen ZEPHYR – Raum für Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen und die Leica Camera AG ihre Kooperation fort. Die Schau „Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award in den Reiss-Engelhorn-Museen“ ist vom 14. April bis 14. Juni 2026 im Atrium der rem-Stiftungsmuseen in C4,12 zu sehen.

Die Ausstellung präsentiert die beiden Gewinnerbeiträge des LOBA 2025 sowie ausgewählte Positionen aus der Shortlist. Rund 50 Arbeiten zeigen in bewegenden Motiven gesellschaftlich relevante Themen und Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie. Dabei sind die persönliche Anteilnahme und der Wunsch, den Menschen hinter den Statistiken und Schlagzeilen eine Stimme zu geben, ein wesentlicher Bestandteil der fotografischen Verantwortung und emphatischen Stellungnahme der Fotografinnen und Fotografen.

In der Hauptkategorie erhielt den Award Alejandro Cegarra. Der aus Venezuela stammende und in Mexiko lebende Fotograf (1989) widmet sich in seiner Schwarz-Weiß-Serie „The Two Walls“ den unmenschlichen Bedingungen im mexikanischen Grenzgebiet zu den USA. In der Kategorie „Newcomer“ (bis 30 Jahren) setzte sich Serghei Duve mit seiner Serie „Bright Memory“ durch. In den persönlichen Aufnahmen beschreibt der in der Republik Moldawien geborene deutsche Fotograf (1999) die engen Verbindungen seiner Familie zur alten Heimat Transnistrien, einem international nicht anerkannten und nur von Russland gestützten Gebiet.

Außerdem sind in der Ausstellung Bilder von Arlette Bashizi, Lynsey Addario, Xiangjie Peng und Gideon Mendel zu sehen. Ihre für den LOBA 2025 nominierten Serien dokumentieren und reflektieren zentrale Herausforderungen unserer Gegenwart – von den Folgen des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo über das Schicksal eines an Krebs erkrankten Mädchens in der Ukraine und die wachsende Freiheit der queeren Community in China bis hin zur weltweiten Häufung verheerender Überschwemmungskatastrophen infolge der globalen Klimakrise.

„Die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt zum Ausdruck zu bringen.“ – Dieser Leitsatz der Ausschreibung gilt mehr denn je für eine couragierte Reportagefotografie und begleitet den LOBA-Award als humanistische Konstante seit seiner ersten Verleihung im Jahr 1980. Benannt ist der Award nach Oskar Barnack, dem Konstrukteur der 1914 entwickelten Ur-Leica, die 1925 mit der Leica I weltweit in Serie ging und die Reportagefotografie revolutionierte.

In diesem Jahr sichtete die hochkarätig besetzte Jury insgesamt 281 Serien von Fotografinnen und Fotografen aus 65 Ländern in der Hauptkategorie sowie 50 Arbeiten in der Newcomer-Kategorie. Die Jury-Mitglieder 2025 waren: Jane Evelyn Atwood, Fotografin (USA/Frankreich); Cyril Drouhet, Stellvertretender Direktor für Fotografie, Le Figaro Magazine (Frankreich); Felix Hoffmann, Künstlerischer Leiter des Foto Arsenals Wien (Österreich); Curt Holtz, Chefredakteur für Fotografie und Architektur bei Prestel Publishing (Deutschland); Karin Rehn-Kaufmann, Art Director und Generalbevollmächtigte Leica Galerien International (Österreich).

„Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award in den Reiss-Engelhorn-Museen“
14.4. – 14.6.2026
Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim

[Pressemeldung]

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