Till Erdmenger – Businessfotos | Blog

Backdrop – der Hintergrund zum mitnehmen

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Ich versuche zwar immer, langweilige Berichte über neu erstandenes Ausrüstungsgedöns zu vermeiden und mich mit Tutorials und Reviews zurückzuhalten – mein Blog soll schließlich in erster Linie wertvolle oder interessante Informationen für meine Kunden bereithalten. Aber in diesem Fall freue ich mich fast kindisch über ein so einfaches wie wirkungsvolles Equipment: Den Falthintergrund. Klassischerweise verwendet man im Fotostudio verschiedene Papierhintergründe, die aufgerollt an einem System hängen, das entweder fix an der Wand montiert ist oder mit Teleskopstangen zwischen Fußboden und Decke geklemmt wird.

Das mache ich auch so und ich verwende es gerne. Es ist allerdings immer recht zeitaufwändig aufzubauen und unhandlich. Deshalb habe ich schon vor Jahren einen Falthintergrund besorgt, der das Prinzip der aufspringenden Reflektoren (die man on location sehr gut einsetzen kann) in eine größere Dimension übersetzt – nämlich auf ca 150×200 Zentimeter. Davor kann man also schon bequem eine ganze Person fotografieren. So ein Falthintergrund wird günstig z.B. von Walimex angeboten. In besserer und teurerer Version gibt sowas auch von Manfrotto unter der Marke Lastolite. Mein Billigheimer funktioniert aber seit Jahren zuverlässig und ist noch nicht beschädigt, obwohl der Stoff eher dünn ist. Das ist auch einer der Nachteile: Der Stoff ist leicht durchscheinend. Und er ist hellgrau. Was mir manchmal einfach zu hell ist, denn ich kann meinen Hintergrund zwar beleuchten, um ihn heller zu machen. Ihn abzudunkeln ist in aller Regel aber schwieriger.

Deshalb war ich auf der Suche nach einer dunkleren Variante. Auf dem deutschen Markt bin ich aber leider nicht fündig geworden, es werden neben grauen oder grünen (für Greenscreen-Videoaufnahmen) im Grunde nur noch schwarz-weiße Falthintergründe angeboten. Eine Seite schwarz, die andere weiß. Nicht unpraktisch, aber irgendwie nicht das was ich wollte. Ich mag diese Hintergründe, die wie selbstgemalt aussehen und ein bißchen Leben und Struktur in den unscharfen Hintergrund zaubern. Andererseits kann sowas schnell langweilig werden und passt nicht immer. Also wäre ein zweiseitig bedruckter Falthintergrund gut, bei dem es eine einfarbig dunkle und eine „bemalte“ Seite gäbe. Das habe ich schließlich beim Anbieter „Kate Backdrop“ gefunden. Die verschiffen seit über 10 Jahren solche Falthintergründe weltweit. Die meisten Designs sind kitschig, aber es gibt so viele Varianten, dass es leicht fällt, das passende auszuwählen. UND: Man kann seinen Hintergrund individuell gestalten. Das habe ich getan: Eine „bemalte“ Seite nach der Vorlage eines angebotenen Designs, die andere Seite einfarbig anthrazit. In weniger als 2 Wochen ist das Teil neulich hier angekommen. Es macht einen soliden Eindruck – der Stoff ist deutlich dichter und dicker als bei meiner Walimex-Version. Es ist ein matter Molton-Stoff. Und das Design ist exakt so, wie ich es wollte. Diese Backdrops haben übrigens auch den großen Vorteil, das man sie draußen mal eben schnell an die Wand lehnen kann.

Ich freue mich auf kommende Porträt-Shootings, bei denen ich diesen Hintergrund benutzen werde. Ein paar Testaufnahmen habe ich natürlich schon gemacht – mit einem meiner persönlichen Supermodels 😉 Und nur zur Sicherheit, weil ich hier so ins Schwärmen geraten bin: Ich wurde nicht von Kate bestochen oder gesponsert.

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