Adobe: Alte Versionen dürfen nicht mehr benutzt werden

Adobe kommt nicht aus den Schlagzeilen. Während auf der einen Seite vielversprechende Updates für Lightroom angekündigt werden, kommt gleichzeitig die nächste Schreckensmeldung: Adobe hat die Download-Möglichkeit für ältere Versionen seiner Programme entfernt und weist Nutzer darauf hin, dass der weitere Einsatz dieser Versionen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Benutzung sei nun „unauthorisiert“ und könne Klagen zur Folge haben. Vermutlich hat das mit enthaltenem Code zu tun, der von Adobe selbst lizenziert wurde.

Wer noch eine ältere Version eines Adobe-Programms benutzt, tut das möglicherweise mit voller Absicht: Funktionen, Plugins oder Add-Ons sind unter Umständen nicht mit neueren Versionen kompatibel, auf dem Rechner läuft noch ein älteres Betriebssystem oder man möchte schlicht das aktuelle Abo-Modell umgehen. Bisher waren sich die Nutzer sicher, die Programme rechtmäßig zu benutzen, weil sie sie gekauft hatten oder einen monatlichen Mietbetrag an Adobe zahlen. Nun gilt das nicht mehr. Ich selbst habe bezahlte Lizenzen für Lightroom 4, 5 und 6 – darf laut Hersteller diese Versionen nun aber nicht mehr benutzen. Ganz blöd gefragt: Bekomme ich jetzt mein Geld zurück? Können Sie sich vorstellen, dass Yashica die Nutzung der oben abgebildeten Kamera deauthorisiert, weil sie alt ist?

Nach langem Überlegen und Testen hatte ich mich erst im Frühjahr entschieden, auf das aktuelle Lightroom Classic CC upzudaten und muss seitdem Miete dafür bezahlen. Die regelmäßigen Abstürze der Vorgängerversion sind damit nicht behoben – aber ich darf die Software derzeit legal verwenden. Immerhin – auch wenn die Kosten dafür sich demnächst verdoppeln! Spätestens jetzt hätte ich also wirklich handeln müssen. Nichts desto trotz werde ich mir nun die aktuellen Versionen von Luminar und ACDSee nochmals näher ansehen und überlegen, ob ich das beklemmende Adobe-Universum doch verlasse. Die Art und Weise, wie dieser Hersteller in den letzten Jahren mit seinen Kunden umgeht, finde ich nicht grade vertrauensbildend. Was meinen Sie dazu?