30 Jahre Photoshop – in Würde gealtert, Fältchen wegretouchiert

Vor genau 30 Jahren wurde die 1.0-Version von Adobe Photoshop vorgestellt, einem Programm, dass wie kaum ein anderes unsere bildgewaltige Welt bis heute beeinflußt. In guten wie in schlechten Zeiten, gephotoshopped wird seitdem immer. Ich halte mich heute kurz und überlasse früheren Beiträgen und der Adobe Presseabteilung das Wort:

Mit freundlicher Genehmigung von Adobe

Adobe Pressemeldung zu 30 Jahren Photoshop:

Pinsel, die (gemeinsam) die Welt verändern: Adobe Photoshop wird 30

Eigentlich ist es kaum verwunderlich, dass eines der beliebtesten Kreativprogramme weltweit seinen Ursprung einem prokrastinierenden Studenten verdankt. Denn wenn es darum geht, unangenehmen Aufgaben zu entgehen, schwingen wir Menschen uns regelmäßig zu kreativen Höchstleistungen auf. Und so dauerte es lediglich drei Jahre, bis aus der ersten Idee eines Bildbetrachtungsprogramms für Schwarz-Weiß- Monitore die am 19. Februar 1990 veröffentlichte Version 1.0 von Adobe Photoshop wurde. Seitdem sind ganze 30 Jahre vergangen, in denen Photoshop nicht nur die Kreativszene immer wieder mit wegweisenden Innovationen revolutioniert hat.

Findet ein Wort Eingang in ein Wörterbuch, ist das ein klares Signal: Der Begriff ist unter den Sprechern einer Sprachgemeinschaft allgemein verbreitet und fester Bestandteil des aktiven Wortschatzes. Dass „to photoshop“ in der Bedeutung „ein fotografisches Bild digital verändern“ im September 2006 im Oxford English Dictionary kodifiziert wurde, kommt da einem Ritterschlag gleich. Zudem ist es auch eine tolle Würdigung des „Creativity for All“-Gedankens, der fest in der Adobe- DNA verankert ist.

Evolution wird mit „r“ geschrieben

Wenngleich sich die Software anfangs noch an Profis im Bereich Desktop Publishing richtete – und die ersten Versionen exklusiv auf Mac-Rechnern liefen –, war mit der Möglichkeit, Bilder digital zu optimieren und anzupassen der Grundstein für die schnelle und einfache Bildbearbeitung gelegt. Und die Entwicklung lief rasant: Waren das Pfadwerkzeug oder die Integration des CMYK-Farbmodells in ein Digitalprogramm 1991 noch eine echte Weltneuheit, erkennt und klassifiziert Adobes Künstliche Intelligenz (KI) Adobe Sensei heute etwa Objekte präzise automatisch, wählt und schneidet sie aus oder liefert innerhalb weniger Sekunden alternative Hintergründe, um das ganz besondere Extra aus der Bildkomposition herauszukitzeln. Auch weil Adobe tief in der kreativen Community verwurzelt ist und bis heute großen Wert auf Feedback und Wünsche seiner Anwender*innen legt, war die Software von Anfang an Visionär statt Trittbrettfahrer.

Klar, dass nach Innovationen wie der Ebenentechnik in Photoshop 3.0 (1994), der Möglichkeit, mehrere Arbeitsschritte auf einmal rückgängig zu machen (1998) oder der mit dem Siegeszug des Internets (1999) unverzichtbaren Option, Bilder direkt für die Betrachtung im Browser zu komprimieren 2001 schließlich der Sprung in die Amateursparte folgte: Mit der zunehmenden Verbreitung von Digitalkameras wuchs auch im privaten Bereich der Wunsch, Urlaubsschnappschüsse oder Familienbilder zu optimieren. Auftritt Photoshop Elements 1.0: Die Software für Hobbyanwender war ähnlich leistungsstark wie ihr großer Bruder, überzeugte technisch weniger Versierte jedoch durch ihre intuitive Handhabung und herausragende Ergebnisse.

Gelebte Demokratie

Der Trend hält an. Schauen wir heute auf Social Media Plattformen wie Instagram, dann sind nahezu alle geposteten Bilder digital nachbearbeitet. Denn Demokratie bedeutet nicht nur, möglichst vielen Menschen leistungsstarke und z.T. kostenlose Tools zur mobilen Bildbearbeitung zur Verfügung zu stellen. Demokratie bedeutet auch, jede*n Einzelne*n zu ermutigen, ihre oder seine kreative Vision zu verwirklichen, in eigene Welten abzutauchen und die Realität durch einen Stups mit dem Zauberstab neu zu definieren. „Creativity for all“ eben.

Klar ist aber auch: Eine Demokratie ist immer auch Gefahren aus dem eigenen Inneren ausgesetzt, denen es entschieden zu begegnen gilt. Denn obschon die vielfältigen Möglichkeiten der Photoshop- Familie der kreativen Verwirklichung dienen, birgt die Technologie natürlich auch Risiken. Die KI- basierte, schnelle und intuitive Handhabung der Kreativ-Tools ermöglicht es zunehmend auch Laien, täuschend echte Fakes zu erstellen, die sich nicht nur in den sozialen Netzwerken rasend schnell verbreiten können, sondern mitunter auch etablierte Medienhäuser täuschen konnten. Adobe ist sich der Verantwortung bewusst und geht die Herausforderung mit den Partnern Twitter und New York Times in der gemeinsamen Content Authenticity Initiative an, um Fakes zuverlässig entlarven zu können und Rezipienten für die Herausforderungen digitaler Bildbearbeitungstechnologien zu sensibilisieren.

Gemeinsam stark

Mit der Einführung der Creative Suite 2003 begonnen, hält Adobe den Kopf seit 2012 vollständig in den Wolken: Mit dem Wechsel zum Abo-Modell und „in die Cloud“ arbeiten alle Kreativprogramme von Adobe nahtlos zusammen – egal wo oder auf welchem Gerät sich Anwender*innen mit ihrer Adobe ID anmelden.

Und das ist noch längst nicht alles: Egal ob Künstler, Poet oder Wissenschaftler – neue Entdeckungen und Kreativität entstehen nie in einem Vakuum. Es mag eine Kurzgeschichte sein, die einen Fotografen zu einer atemberaubenden Bilderserie anregt; eine Krebsforscherin entdeckt in der Forschung ihrer Kolleg*innen ein frappierendes Muster und bringt die Medizin um einen entscheidenden Schritt weiter. Auf den Schultern von Giganten zu stehen bedeutet, dass die eigenen herausragenden Leistungen stets auf die Arbeit Anderer aufbauen. Gerade in Zeiten zunehmender globaler Vernetzung ist die Inspiration vielfältiger als je zuvor. Damit diese Inspiration sich in gemeinsamen Projekten entfalten, weiterentwickeln und ihrerseits wieder Anregung werden kann, legt Adobe einen klaren Fokus auf kollaboratives Arbeiten. Egal ob innerhalb einer einzigen Anwendung wie Photoshop starke Composings entstehen oder Kreative aus unterschiedlichsten Bereichen ihre persönlichen Stärken in einem Gesamtkunstwerk zusammenfließen lassen – Kreativität lässt uns nicht nur über unsere eigenen Grenzen hinauswachsen, sie hilft auch, Grenzen einzureißen und Kreative weltweit zusammenwachsen zu lassen.

Bereit für die nächsten 30 Jahre

Möglich macht all das Adobe Sensei, das Framework für KI und maschinelles Lernen von Adobe. Bereits jetzt nimmt die künstliche Intelligenz Kreativen in Photoshop repetitive Arbeitsschritte und Routineaufgaben wie beispielsweise das Freistellen von Objekten – inklusive im wahrsten Sinne des Wortes haariger Details – schneller und präziser ab, als es selbst der versierteste Fotokünstler je könnte.

Richtig eingesetzt gießt KI Wissen und Skills einer (kreativen) Gemeinschaft in entsprechende, intuitiv nutzbare Werkzeuge. Muss nicht jede*r Künstler*in sich alle Skills von Null aneignen, bleibt mehr Raum für Kreativität. KI kann also durch die gebündelte Intelligenz der Masse dazu beitragen, vielfältigere, überraschende Kunst zu schaffen. So wächst nicht nur jede*r Einzelne über sich hinaus, auch die gesamte Community gewinnt durch jeden kreativen Geistesblitz neue Fähigkeiten hinzu. So bleibt Fotografen oder Digital Artists mehr Zeit für die wirklich wichtigen Facetten ihres Jobs: Atemberaubende Fotografien, aufrührende Bildstrecken oder wahnwitzige Composings zu erschaffen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.page2image63850368page2image63855168

Übrigens: Die volle Power von Adobe Photoshop gibt es jetzt auch auf dem iPad. Akquirierte Adobe anlässlich des 25. Geburtstags von Photoshop (2015) die Bilddatenbank Fotolia (heute Adobe Stock), um Fotograf*innen und Designer*innen hochwertiges Bildmaterial für ihre Artworks zur Verfügung zu stellen, braucht das Unternehmen pünktlich zum 30. Dienstjubiläum Photoshop für iPad heraus. Die App ermöglicht es Fotograf*innen, ihre Bilder jederzeit und überall professionell zu bearbeiten.

Natürlich gibt es auch in diesem Jahr einige Updates zu verkünden, die den Photoshop-Nutzer*innen ihr Tagesgeschäft erleichtern werden. Eine Übersicht der neuen Ankündigungen für Photoshop finden Sie in unserem Creative Connection Blog.

Also: Der Kurs ist gesetzt, wichtige Etappen eingeplant. Welche spannenden Möglichkeiten und Herausforderungen am Weg liegen, darüber entscheidet nicht zuletzt die kreative Community – gemeinsam. Auf weitere 30 Jahre Pinsel, Lassos & Adobe Sensei!page3image63914560